Aus dem Landtag
Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag hat heute einen Dringlichkeitsantrag eingebracht, der auf eine nachhaltige Stärkung der klinischen Forschung in Deutschland abzielt. Im Mittelpunkt stehen der Abbau von Bürokratie, die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren sowie eine grundlegende Weiterentwicklung des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG). Konkret sollen Genehmigungsverfahren für klinische Studien gebündelt, durch Vereinheitlichung und Digitalisierung bürokratische Hürden gesenkt und die Genehmigungszeiten an europäische Mindeststandards angepasst werden. Die CSU-Fraktion unterstützt zudem ausdrücklich das im Koalitionsvertrag der Bundesregierung verankerte Vorhaben, mit einem Innovationsfreiheitsgesetz bestehende Fesseln für die Forschung zu lösen.
CSU-Fraktionsvorsitzender Klaus Holetschek kommentiert: „Wir können es uns nicht leisten, bei der klinischen Forschung den Anschluss zu verlieren. Klinische Studien sind die Grundlage für die Medizin von morgen – sie sichern nicht nur die Gesundheitsversorgung unserer Bürgerinnen und Bürger, sondern auch hochwertige Arbeitsplätze und wirtschaftliche Stärke. Bayern und Deutschland müssen wieder zur ersten Adresse für medizinische Forschung und Innovation werden."
Stefan Meyer, Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtags, betont: „Das AMNOG in seiner jetzigen Form wird der medizinischen Realität nicht gerecht. Patienten mit seltenen Erkrankungen oder in kleinen Patientengruppen brauchen angepasste Bewertungswege – klassische Evidenzanforderungen sind hier oft schlicht nicht realisierbar. Eine differenzierte und methodisch flexible Herangehensweise ermöglicht einen schnelleren und verlässlicheren Zugang zu wirksamen Therapien.